Wir haben den Arocs Tieflader zerlegt

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Foto: Fellner Manfred / RC Center Austria

Preis und Geräuschkulisse haben bereits darauf hingedeutet, dass in diesem Anhänger eher keine hochwertigen Komponenten zu finden sein werden. Doch wir wollten es natürlich genau wissen und den Grund für die Knackgeräusche herausfinden.

Wie versprochen, haben wir uns den Tieflader des Mercedes Arocs von Carson nun genau angesehen.

Auffahrtsrampe und Stützen haben Anfangs tadellos funktioniert. Doch schon nach einigen Versuchen fiel uns auf, dass die Stützen nicht mehr parallel standen. Die linke Stütze stand immer etwas tiefer als die rechte.

Da war es endgültig an der Zeit, dass ganze Ding zu zerlegen und sich die mechanische Konstruktion genauer anzusehen.

Einfachste Konstruktion

8 kleine Schrauben an der Unterseite des Anhängers lösen, Abdeckung abnehmen, dass wars auch schon. Nun hat man bereits die gesamte Mechanik der Auffahrtsrampe offen vor sich liegen. Vor sich liegen hat man dann sehr viel umbaute Luft. Für nachträgliche Modifikationen haben wir also jede Menge Platz. Und auch schon die ersten Ideen!

Die Konstruktion ist so billig wie wir bereits befürchtet hatten. Ein kleiner Elektromotor, ein paar Zahnräder aus Kunststoff und Metallachsen. Dazu jede Menge Schmierfett. Aus mehr besteht die Konstruktion nicht.

Das wäre grundsätzlich kein Problem, doch weder Motor noch Zahnräder sind in irgend einer Art fixiert. Alle Teile werden nur durch die aufgeschraubte Kunststoffabdeckung am richtigen Platz gehalten.

Das ist gut für uns, weil Reparaturen damit sehr einfach sind. Für die Haltbarkeit ist es aber natürlich weniger optimal.

Radachsen

Auch die Radachsen liegen einfach lose zwischen den Kunststoffteilen. Wie die Teile wohl aussehen, wenn der LKW einige Wochen intensiv bespielt wurde? Langfristig werden sich die Metallachsen in das Plastik fressen. Eine Reparatur wird dann aufwendig und vor allem, finanziell sinnlos.

Foto: Fellner Manfred / RC Center Austria

Stützen

Als nächstes haben wir uns die vorderen Stützen angesehen. Zuvor haben wir natürlich alles wieder ordentlich zusammengesetzt und verschraubt.

Hier ist die Konstruktion quasi identisch. Ein kleiner Elektromotor, Zahnräder und Achsen. Und auch hier ist alles wieder ordentlich eingefettet.

Bei uns war eine der Stützen tiefer eingesetzt als die andere. Das konnten wir ganz einfach beheben. Nun funktionieren beide wieder korrekt, der Fehler ist seither auch nicht mehr aufgetreten.

Da der Motor kein Signal bekommt, wann er aufhören soll zu drehen, sind die Zahnräder aus Kunststoff umso mehr gefordert. Den gelegentlichen Spielbetrieb werden sie höchstwahrscheinlich aushalten, optimal gelöst ist es aber nicht.

Insgesamt ist das Modell dem Preis angemessen. Uns wäre es aber deutlich lieber, dass Modell wäre um ein paar Euro teurer und hätte dafür eine Endabschaltung für die Funktionen sowie Metallhülsen für die Achsen des Tiefladers.

Foto: Fellner Manfred / RC Center Austria